Sehenswürdigkeiten in Detmold 
Sehenswürdigkeiten in Detmold

Sehenswürdigkeiten in Detmold


Hermannsdenkmal

Als ewiges Zeichen deutscher Einheit und Freiheit steht südwestlich von Detmold auf einer altgermanischen Wallburg das Hermannsdenkmal. Basierend auf den Mythos des Cherusker-Fürsten Arminius (dt. Hermann), der im Jahr 9 n. Chr. den römischen Legionen unter ihrem Führer Quinctilius Varus eine entscheidende Niederlage beibrachte, hebt ein 27 Meter hohes Standbild des Hermann in Siegerposition das Schwert zur Wacht in Richtung Westen. Die Idee zur Errichtung eines Denkmals des Germanenführers hatte der Architekt und Bildhauer Ernst von Bandel. Nach Beseitigung vielfacher Widerstände begann Bandel 1838 mit dem Bau des Monuments, um es erst 37 Jahre später, im August 1875, zu beenden. Während der Arbeiten lebte Bandel zeitweise auf „seinem“ Berg unterhalb des Denkmals in einer Blockhaushütte, der sogenannte Bandelhütte, welche noch heute zu besichtigen ist.

Das insgesamt fast 54 Meter hohe Bauwerk ist eine Kombination aus Sockel- und Figurendenkmal. Der Unterbau hat einen kreisrunden Grundriss, ist ca. 27 Meter hoch und besteht aus Sandstein. Aufgesetzt ist die 27 Meter hohe Figur des Arminus mit Schwert, Schild und Flügelhelm. Die Oberfläche der Konstruktion ist aus Kupferplatten und wiegt mit der Standplatte ca. 43 Tonnen. Allein das Schwert ist über 7 Meter lang und hat ein Gewicht von 550 kg. Inschriften im Sockel des Denkmals sind teilweise den Werken Tacitus entnommen. In der sogenannten „Ruhmeshalle“ im Sockel sollten berühmte Deutsche verewigt werden, allerdings kam es nicht mehr zu einer Fertigstellung. Das Hermannsdenkmal ist über eine steile Wendeltreppe von innen begehbar und gibt in einer Höhe von 54 Meter einen wunderschönen Blick auf Detmold und die ostwestfälische Landschaft frei.


Historischer Stadtkern Detmold

Detmold ist eine relativ kleine Stadt. Jedoch bietet sie über 500 historische Baudenkmäler. Die Stadt wurde von Bombenangriffen in beiden Weltkriegen weitestgehend verschont. Daher sind noch so viele Andenken an drei verschiedene Epochen vorhanden, die das Stadtbild prägen. Es sind Gebäude der Architektur des späten Mittelalters vorhanden. Auch die Biedermeierzeit macht sich hier und dort bemerkbar. Einige Gebäude sind auch aus der Gründerzeit. Das alles liegt rund um den alten Marktplatz. Auf dem Marktplatz befindet sich der Donopbrunnen. Am Rande des Platzes findet der Besucher das klassizistische Rathhaus. Daneben ist die Erlöserkirche. Sie ist die älteste Kirche von Detmold. Mitten in der Stadt findet man das fürstliche Residenzschloss. Es ist im Stil der Weserrenaissance erbaut. Hier wohnt heute noch ein echter Adeliger, der mit dem niederländischen Königshaus verwandt ist. Aber das Schloss kann besichtigt werden. Es hat prunkvolle Säle und herrliche Wandteppiche. Natürlich hatte Detmold in früheren Zeiten auch eine Stadtmauer, damit sie gegen feindliche Angriffe geschützt war. Eine Quergasse in der Innenstadt ist die Adolfstraße mit all ihren Fachwerkhäusern. Die Rückseite dieser Gebäude bilden die genannte Stadtmauer. Im Jahre 1547 gab es einen Großbrand in der Stadt. Es wurden dabei über 70 Häuser zerstört. Nach dem Besuch der ruhigen, historischen Altstadt kann der Besucher auch einen Abstecher zum Hermannsdenkmal im Teutoburger Wald unternehmen. Zwischen Detmold und dem Hermannsdenkmal liegt der Ortsteil Heiligenkirchen. Hier befindet sich ein Tierpark mit Papageien, Kakadus und viele andere Vögel. Es bestehen dort 120 Volieren und ein Freigehege. Die Tiere können beim Brüten und bei der Fütterung beobachtet werden.


Freilichtmuseum

Der nordrhein-westfälische Landesteil Lippe wurde im Jahr 1960 auserkoren, die westfälische Lebenswirklichkeit der vergangenen Jahrhunderte in einem Freilichtmuseum darzustellen. Und so befindet sich das „Westfälische Landesmuseum für Volkskunde“ des Landschafsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) mitten in der lippischen Kreisstadt Detmold. Etwas mehr als zehn Jahre dauerten die Aufbauarbeiten, bis im Mai 1971 das Museum eröffnet werden konnte. Auf 75 ha des Tiergartengeländes der ehemaligen Fürsten zu Lippe wurden verschiedene Hofanlagen der Geschichte aus der westfälischen Heimat gezeigt. Unter anderem waren ein Osnabrücker Wiehengebirgshof um 1800 mit acht Gebäuden, ein Mindener Hof mit sechs und ein Münsterländer Gräftenhof mit acht Häusern bei der Einweihung zu sehen. Die Idee, vergangenes Alltagsleben möglichst in einer Originalumgebung zu zeigen, ist nicht neu. Schon vor mehr als 100 Jahren entstanden in Skandinavien die ersten Freilichtmuseen. Das LWL Freilichtmuseum Detmold gibt einen Überblick über mehr als 500 Jahre Geschichte. Mehr noch, ein Besuch des Museums ist eine Reise durch Zeit und Raum mit allen Sinnen. So erhält der Besucher nicht nur einen Einblick über die architektonische Entwicklung, sondern bekommt bei Führungen durch die einzelnen Häuser einen Einblick in die Lebensgeschichten ihrer ehemaligen Bewohner. Im Detmolder Freilichtmuseum gibt es keine toten Ausstellungsstücke. Alles dreht und bewegt sich. So werden die unterschiedlichsten Arbeitsschritte einer vergangenen Arbeitswelt vorgestellt und erläutert. Vom Rösten des Kaffees bis zum Pflügen des Ackers mit den selbst aufgezogenen Senner Pferden, alles ist Handarbeit, genauso wie es die vorangegangenen Generation machten. Heute ist das Westfälische Freilichtmuseum mit seinen ca. 90 ha Fläche und mehr als 100 historischen Gebäuden eines der bedeutendsten seiner Art in Europa und das größte in Deutschland. Jährlich strömen mehr als eine Viertelmillion Besucher in das Museum ohne Wände.




Zahlen & Fakten: Stadtname:
Detmold

Bundesland:
Nordrhein-Westfalen

Regierungsbezirk:
Detmold

Landkreis:
Lippe

Höhe:
134 m ü. NN

Fläche:
129,41 km²

Einwohner:
73.003

Autokennzeichen:
LIP

Vorwahl:
05231/05232

Gemeinde-
schlüssel:

05 7 66 020



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